Unterstützte Kommunikation (UK)

Anwendung

Die Unterstützte Kommunikation (UK) bietet Menschen mit fehlenden oder eingeschränkten lautsprachlichen Fähigkeiten verschiedene Möglichkeiten, sich mit ihrer Umwelt zu verständigen. Dazu zählen unter anderem Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Zunehmend findet die Unterstütze Kommuniaktion auch Anwendung in der Therpie bei Erwachsenen.

Die Unterstützte Kommunikation erleichtert z.B. nach einem Schlaganfall, der eine Aphasie oder eine Sprechapraxie zur Folge haben kann, neben der Therapie der verbalen Sprache die sofortige Kommunikation. Daher ist es wichtig, Methoden der UK frühest möglich einzusetzten. So kann auch hier neben körpereigenen und nicht-elektronischen Kommuniaktionsmitteln der Einsatz z.B. von Talkern mit entsprechender Software ein geeignetes Hilfsmittel zur Verständigung sein.


Unterstützte Kommunikation, iPad, Symbolkarten

Ziele

Ziel der UK ist eine Kommunikation im Alltag, die möglichst effektiv und unabhängig ist. Diese ermöglicht eine verbesserte Teilhabe am sozialen Leben, erleichtert das «in Kontakt treten» sowie die Mit- bzw. Selbstbestimmung.

UK stellt eine Ergänzung zu den bereits vorhandenen Möglichkeiten der Verständigung dar. Sie unterstützt die sprachliche Entwicklung, ermöglicht Lernen und reguliert Verhalten.

Unterstützte Kommunikation braucht Sprachtherapie und Sprachtherapie braucht Unterstützte Kommunikation.

Das Therapieziel ist sowohl die Vermittlung basaler sprachrelevanter Fähigkeiten, um den Spracherwerb zu unterstützen, als auch das Erleichtern und Ermöglichen von Kommunikation im Alltag. Wichtiger Bestandteil der Therapie ist die enge Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen und Bezugspersonen.

Kommunikationsmittel

Die Kommunikationsmittel der UK lassen sich in drei Bereiche unterteilen:

Körpereigene Kommunikationstechniken

  • Laute / Geräusche
  • Mimik / Blickkontakt
  • Zeigen / Gesten
  • Gebärden

Nicht-elektronische Kommunikationsmittel

  • Bild-/ Symbolkarten, z.B. METACOM
  • Kommunikationtafeln /-bücher
  • Kommunikationssystem: Picture Exchange Communication System (PECS)
  • Strukturierungssystem: Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children (TEACCH)

Elektronische Kommunikationsmittel

  • Taster mit Sprachausgabe
  • Sprachausgabegeräte (Talker)
  • Tablets mit entsprechenden Apps: z.B. MetaTalk
  • Kommunikationsgeräte mit Gesten- oder Blickerfassung (eye tracking)

Die Kombination von mehreren Kommunikationsmitteln ist sinnvoll und ermöglicht eine individuell auf die entsprechenden Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Therapie.


Kooperation

In Kooperation mit verschiedenen Institutionen und Arbeitsgruppen beraten wir Patienten und Angehörige umfassend und praxisnah bei Auswahl und Anwendung des für sie jeweils optimalen Mediums.

Weblinks

Forschungs- und Beratungszentrum für Unterstützte Kommunikation der Universität zu Köln
_ Humanwissenschaftliche Fakultät
www.hf.uni-koeln.de/fbz

Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation (isaac) e.V.
www.isaac-online.de