Lesen, Schreiben, Rechnen – Kulturtechniken in Gefahr?

Medien _ Funkhausgespräche (WDR 5)

16. November 2017

«Wie soll unseren Kindern Lesen, Rechnen und Schreiben beigebracht werden? Darüber ist inzwischen ein regelrechter Kulturkampf entbrannt. Tatsache ist, dass die Leistungen nicht nur von Grundschülern absacken. Mit fatalen Folgen für unsere Gesellschaft.

Konzentrationsfähigkeit, Textverstehen und Empathie werden im Lesen gebildet. Aber Grundschülern, Schulabgängern, sogar Studenten können es immer schlechter. Häufig wechselnde Methoden in den Schulen sollen dafür mit verantwortlich sein. Der Streit um Reformen trägt oft ideologische Züge: Neue Regeln für die Rechtschreibung, Streit um die richtige Schrift, Schreiben nach Gehör. Auch das familiäre Umfeld ist schwieriger geworden, berichten viele Lehrerinnen und Lehrer. Vor großen Herausforderungen stehen die Pädagogen auch bei Migrantenkindern, wenn sie etwa in einer neuer Schrift lesen lernen müssen. Überdeckt die Werbung für MINT-Fächer und digitale Technologien solche Probleme? Gibt es einen Königsweg für die Vermittlung elementarer Kulturtechniken in unseren Schulen?»

Gäste: Mathias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW _ Prof. Nele McElvany, Bildungsforscherin _ Marie-Louise Lichtenberg, Lehrerin i.R. _ Armin Himmelrath, Wissenschaftsjournalist _ Moderation: Thomas Schaaf

Sendung Funkhausgespräche (WDR Podcast)

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Thema: Sprachentwicklung bei Kindern



Vorlesen – aber ab wann?

Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung

24. Oktober 2017

«55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat.

Die Studie zeigt aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen.»

Vorlesestudie 2017

Quelle: Stiftung Lesen

Thema: Sprachentwicklung bei Kindern



Stotternde sagen es auf ihre Weise

Welttag des Stotterns

22. Oktober 2017

Graphik Sprechblase gefaltet Welttag des Stotterns 22. Oktober Hintergrund Typo Stottern in internationalen Sprachen

Der Welttag des Stotterns wird seit 1998 jeweils am 22. Oktober begangen und wurde von den weltweiten Verbänden der Betroffenen, Angehörigen und Fachleute ausgerufen. Selbsthilfegruppen, Therapieeinrichtungen und Einzelpersonen machen an diesem Tag gezielt auf die Bedürfnisse stotternder Menschen aufmerksam und tragen durch öffentliche Aktionen sowie persönliche Statements zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Stotternden bei. Das vom Stotterer-Weltverband ISA ausgerufene Welttagsmotto 2017 lautet: A world that understands stuttering.

In Deutschland appelliert die Selbsthilfebewegung stotternder Menschen zum Welttag mit dem Ausspruch «Ich sag's auf meine Weise» an das gesunde Selbstvertrauen stotternder Menschen sowie auch an mehr Akzeptanzbereitschaft für das ‹Anderssein› innerhalb der Gesellschaft.

Pressemitteilung der BVSS zum Welttag des Stotterns 2017 (PDF)

Quelle: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) e.V.

Thema: Stottern



«Beim Selbstgespräch stottert man nicht» – Vom Ringen mit dem Sprechen

Medien _ Zeitfragen (Deutschlandfunk Kultur)

19. Oktober 2017

«Das ist so, als wenn Sie mit einem Auto auf eine rote Ampel zufahren und die Bremse funktioniert ab und zu nicht.» – Der Stotternde lebt in einer Welt ständigen Kontrollverlustes. Das ist für ihn selbst und sein Gegenüber eine permanente Herausforderung.

Sendung Zeitfragen (DRadio Podcast)

Quelle: Deutschlandradio (DRadio) _ Autorin: Dörte Fiedler

Thema: Stottern



Frauenstimmen in vergangenen 20 Jahren tiefer geworden

Medien _ Leonardo (WDR 5)

11. September 2017

«Die Stimmen deutscher Frauen haben sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert: sie sind deutlich tiefer geworden. Vermutete Ursachen: Ein Wandel von Rollenbildern.»

Sendung Leonardo (WDR Podcast)

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR) _ Autorin: Sibylle Kölmel

Themen: Stimme _ Stimm- und Sprechtraining _ Dysphonie (Stimmstörung)



Anti-Stotter-Training

Medien _ Neugier genügt – das Feature (WDR 5)

6. Juni 2017

«Stotterer werden oft ausgelacht, nachgeäfft oder als dumm angesehen. Rund 80.000 Menschen in Deutschland leiden unter Redeflussstörungen, fünf Mal mehr männliche als weibliche.

Das Institut der Kasseler Stotter-Therapie in Bad Emstal macht mit Betroffenen Intensiv-Trainings. Der Gründer der Einrichtung ist selbst starker Stotterer. Jugendliche und Erwachsene aus ganz Deutschland nehmen drei Wochen lang teil an computerunterstützten Lernprogrammen. Ab dem fünften Lebensjahr kann eine Redeflussstörung nicht mehr gänzlich behoben werden. Die Therapie verspricht keine Heilung. Doch sie stellt in Aussicht, unterfüttert durch Langzeitdaten, dass Betroffene eine bessere Kontrolle über ihr Sprechen erlangen, und dass sie sich Aktivitäten zutrauen, die ihnen vorher unmöglich waren – Vorträge halten, Fremde ansprechen, telefonieren, zum Beispiel.

Der Anti-Stotter-Kurs endet mit einem Alltagstraining. Die Teilnehmer gehen in die Kasseler Innenstadt und wenden die geübte Sprechtechnik an. Sie besuchen zum Beispiel eine Bäckerei und versuchen stressfrei fünf Dinkelbrötchen zu bestellen.»

Sendung Neugier genügt – Das Feature (WDR Podcast)

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR) _ Autorin: Anja Kempe

Thema: Stottern



Medienkonsum bei Kindern – mehr «digitale Fürsorge» angeraten

BLIKK Studie 2017 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

29. Mai 2017

«Die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung stehen außer Frage. Doch die Digitalisierung ist nicht ohne Risiko, zumindest dann, wenn der Medienkonsum außer Kontrolle gerät: Die Zahlen internetabhängiger Jugendlicher und junger Erwachsener steigen rasant – mittlerweile gehen Experten von etwa 600.000 Internetabhängigen und 2,5 Millionen problematischen Nutzern in Deutschland aus.

Mit der heute vorgestellten BLIKK-Medienstudie werden nun auch die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Medienkonsums für Kinder immer deutlicher. Sie reichen von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Wenn der Medienkonsum bei Kind oder Eltern auffallend hoch ist, stellen Kinder- und Jugendärzte weit überdurchschnittlich entsprechende Auffälligkeiten fest.»

Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Themen: Sprachentwicklung bei Kindern _ Frühkindliche Regulationsstörungen _ Sprachentwicklungsstörungen (SES) _ Zentral-auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (ZAVWS)



Atmen – der elementarste Akt des Lebens

Medien _ Neugier genügt – das Feature (WDR 5)

4. Mai 2017

«Frühling, Blütendüfte, frische Luft – der Mai bietet sich an, mal wieder richtig durchzuatmen, sich bewusst zu machen, wie die Luft ein- und ausströmt.

Die meiste Zeit des Tages oder des Lebens nehmen wir das eigene Atmen kaum wahr. Ein unwillkürlicher Akt, der sich ganz automatisch, wie von selbst erledigt. Normalzustand. Aber sobald etwas Außergewöhnliches passiert, schlägt sich das sofort im Atmen nieder. Wir werden atemlos, der Atem gerät ins Stocken, uns bleibt die Luft weg. Da können Ärger, Freude, Aufregung, Überraschung – eigentlich alle Gefühle im Spiel sein. In solchen Momenten wird uns der eigene Atem bewußt und zumeist versuchen wir dann auch, beruhigend auf ihn einzuwirken, etwas konzentriert ein- und auszuatmen, um die beruhigende Regelmäßigkeit wieder herzustellen und um wieder in Fluß zu kommen.

Ja, der Atem fließt, das ist auch so ein schönes Sprachbild für das Gefühl, als ströme die Luft wie eine Flüssigkeit durch Mund und Nase in die Lungenflügel. Manche spirituell angehauchten Menschen empfinden dies sogar als Strom des Lebens, mit dem sie die Lebendigkeit des ganzen Seins, des Universums in sich aufnehmen und in einem ununterbrochenen Austausch mit der Welt sind.»

Sendung Neugier genügt – Das Feature (WDR Podcast)

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR) _ Autorin: Lisa Laurenz

Themen: Stimme _ Stimm- und Sprechtraining _ Dysphonie (Stimmstörung)



Stimme: lässt sie sich verändern?

Medien _ Xenius (arte)

18. April 2017

«Sie ist unser wichtigstes Kommunikationsinstrument. Mit ihr bringen wir bewusst und unbewusst unsere Persönlichkeit und unseren Charakter zum Ausdruck. Was verrät die Stimme über uns? Und was kann man tun, wenn die Stimme nicht zur eigenen Identität passt? Xenius begleitet die 23-jährige Studentin Charlotte, die als Junge geboren wurde. Sie möchte als Frau wahrgenommen werden, doch die Hormonbehandlung, der sie sich unterzogen hat, konnte eines nicht zufriedenstellend verändern: ihre Stimme. Jetzt hat sie zwei Möglichkeiten, das zu ändern. Reicht eine Therapie? Oder ist vielleicht doch eine Operation nötig?

Die Xenius-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade lassen ihre Stimmen von Florian Glitza analysieren. Er ist Sprach- und Stimmenerkenner beim Landeskriminalamt Berlin. Als forensischer Phonetiker hat er schon an vielen Kriminalfällen mitgearbeitet. Wie die Studentin Charlotte besuchen auch die beiden Moderatoren eine Stimmtrainerin und lassen sich zeigen, wie sie das Potenzial ihrer Stimme besser entfalten können.»

Sendung Xenius (arte Mediathek)

Quelle: ZDF/arte _ Autorin: Christine Voges

Themen: Stimme _ Stimm- und Sprechtraining _ Dysphonie (Stimmstörung) _ Transidentität



Sicher schlucken – das Essen genießen, Schluckstörungen kompetent behandeln

Europäischer Tag der Sprachtherapie

6. März 2017

Europäischer Tag der Sprachtherapie 2017,  Poster

«Jeden Tag schlucken wir bis zu 2000 Mal: Beim Essen oder Trinken, wenn wir ein Bonbon lutschen, aber auch in Ruhephasen oder beim Schlafen. Fünf Hirnnerven und 50 Muskelpaare sind am Schluckvorgang beteiligt, der uns so selbstverständlich erscheint. Wenn wir uns allerdings verschlucken, und Nahrung oder Flüssigkeit in die Luftröhre gerät, merken wir die Folge sofort: Der Körper schützt sich durch einen starken Hustenreflex.

Nach einem Schlaganfall, durch neurologische Erkrankungen oder bei Demenz kann es zu Schluckstörungen (Dysphagien) kommen. Die Patienten verschlucken sich häufig und müssen husten oder würgen. Gelangt Nahrung unbemerkt in die Luftröhre, weil der Hustenreflex fehlt, kann dies eine Lungenentzündung zur Folge haben. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern können Ess- und Fütterstörungen auftreten. Diese Kinder lehnen das Essen ab oder essen nur ganz ausgewählte Speisen. (...)»

Pressemitteilung des dbs zum Europäischen Tag der Sprachtherapie 2017 (PDF)

Quelle: Deutscher Bundesverband der akad. Sprachtherapeuten (dbs) e.V.

Themen: Frühkindliche Regulationsstörungen _ Dysphagie



Wir kleben Ihnen was!

Praxis _ K-Taping® in der Sprachtherapie

Februar 2017

K-Taping K-Tape Gesichter Mund Klebestreifen

Die K-Taping®-Therapie hat sich seit 1998 in Deutschland und international erfolgreich als Therapiemethode etabliert. Einen Anwendungsbereich stellt die Logopädie und Sprachtherapie dar. Hier wird sie zur Unterstützung der Muskulatur, zur Stabilisierung des Kiefers, bei Dysfunktionen als auch bei Fazialisparesen und zur Entstauung eingesetzt. Begleitend können Reha-Maßnahmen verbessert und verkürzt werden.

Beim K-Tape® (kinesiologisches Tape oder Kinesio-Tape) handelt es sich um ein speziell für therapeutische Zwecke weiterentwickeltes elastisches Klebeband aus Baumwolle, welches besonders hautverträglich und atmungsaktiv ist. Durch spezielle Anlegetechniken kann über die Haut Einfluss auf Muskeln, Bänder und Gelenke genommen werden.

Als zertifizierte K-Taping®-Therapeut/inn/en nutzen wir diese Methode bei unterschiedlichen Störungsbildern als Ergänzung und Erweiterung unseres Therapieangebotes.

Haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne.