Kinder lieben das Vorlesen

Vorlesestudie 2016 (Stiftung Lesen)

18. November 2016

«Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent). Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent).

Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent).

Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charakter wichtige Kriterien.»

Vorlesestudie 2016
Leseempfehlungen der Stiftung Lesen zur Vorlesestudie 2016

Themenlink: Sprachentwicklung bei Kindern

Quelle: Stiftung Lesen



Stottern im Job: Barrieren überwinden

Welttag des Stotterns

22. Oktober 2016

Graphik Sprechblase gefaltet Welttag des Stotterns 22. Oktober Hintergrund Typo Stottern in internationalen Sprachen

«Was haben die Mitarbeiterin am Servicepoint der Bahn, der Disponent eines Logistikunternehmens und der Berufsfeuerwehrmann im gehobenen Dienst gemeinsam? Sie üben einen Beruf mit hohem Sprechaufkommen aus – und sie stottern.

Eine Kombination, die vielen Menschen zunächst unmöglich erscheint. Stotternden traut man nicht zu, den Anforderungen eines Arbeitslebens mit vielen Telefonaten, Präsentationen und Besprechungen gewachsen zu sein. Eine Fehleinschätzung, die zu Einschränkungen bei der Berufswahl und Benachteiligungen im Arbeitsleben führen kann, stellt die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober fest.»

Pressemitteilung der BVSS zum Welttag des Stotterns 2016 (PDF)

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Themenlink: Stottern

Quelle: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) e.V.



Saugen – Kauen – Schlucken – Sprechen

Praxis _ Elterntraining bei frühkindlichen Trink-, Ess- und Fütterstörungen

September 2016

Graphik Babynahrung Schürze Löffel Teller Glas Sauger Trinkflasche

Während der frühkindlichen Nahrungsaufnahme bilden sich die Sprechwerkzeuge (Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen, Gaumensegel etc.) aus – Voraussetzung für eine gelingende Sprachentwicklung. In Gesprächen mit Eltern hören wir immer wieder, dass Kinder mit Sprachauffälligkeiten schon sehr früh Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme hatten. Eine frühe Intervention ist hier eine Chance, um das Thema Essen nicht zum Stressfaktor werden zu lassen und negative Folgen für die Sprachentwicklung zu vermeiden.

Häufig zeigt sich schon früh, dass das Kind beim Stillen oder Füttern leicht abgelenkt oder schnell ermüdet ist. Die Nahrungsaufnahme zieht sich in die Länge, das Kind zeigt kaum Appetit, ist beim Essen sehr wählerisch, zeigt Unlust oder verweigert die Nahrung komplett.

Wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können, zählen solche Fütterstörungen genau wie Schlafstörungen und sogenannte «Schreibabys» zu den Regulationsstörungen im Säuglingsalter und treten häufig gemeinsam auf. Da solche Situationen für Eltern, Kind und ihre Beziehung zueinander eine große Belastung darstellen, sollten sich betroffene Eltern rechtzeitig Hilfe holen.

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Themenlink: Frühkindliche Regulationsstörungen



Gruppenprogramm für Eltern von Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung

Praxis _ Heidelberger Elterntraining (HET)

Juli 2016

Heidelberger Elterntraining, HET, Flyer

Aktuell stellen wir eine neue Elterngruppe für das Heidelberger Elterntraining (HET) zusammen. Mit dieser Gruppe möchten wir ab September 2016 starten.

Das Heidelberger Elterntraining richtet sich an Eltern von Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung (Late Talker). Mit Hilfe gezielter Strategien soll die Kommunikations- und Sprechfreude des Kindes geweckt und die sprachliche Entwicklung gefördert werden.

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Themenlinks: Heidelberger Elterntraining (HET) _ Late Talker



Vom Stolpern über Worte

Medien _ Die Sendung mit der Maus (WDR Fernsehen)

15. Mai 2016

«Vom Stolpern über Worte: Yannick ist nicht anders als seine Mitschüler. Er hat viele verschiedene Hobbies: spielt E-Gitarre, fährt Waveboard und tobt gern mit seinem Hund Bonnie. Doch im Klassenzimmer hält Yannick sich eher zurück. Denn er stottert. Das will er ändern. Deswegen verabredet er sich mit jemandem, der viele Tipps und Tricks kennt – zum Beispiel, wie aus Stolpersteinwörtern Zauberwörter werden.»

Die Sendung mit der Maus (WDR Mediathek)

Themenlink: Stottern

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR)



Aphasie – Als uns die Worte fehlten

Medien _ Wissen (ZEIT ONLINE)

30. März 2016

«Nach einem Schlaganfall brachte Marion Weber keinen verständlichen Satz mehr heraus. Was bedeutet es, noch einmal sprechen lernen zu müssen? Und wie können Angehörige dabei helfen?

...Ein Schlaganfall zerstört Hirngewebe. Die Blutzufuhr wird unterbrochen, sodass die Nervenzellen nicht ausreichend versorgt werden und absterben. Je nachdem, wie schwer der Anfall ist und welchen Hirnbereich er betrifft, kann es passieren, dass die Menschen hinterher motorische Probleme haben, dass sie etwa ein Bein und einen Arm nicht mehr bewegen können – oder die Sprache nicht mehr beherrschen. Bei Marion Weber traf der Schlaganfall die linke Hirnhälfte, in der bei den meisten Menschen die sprachlichen Fähigkeiten verankert sind.»

Wissen (ZEIT ONLINE)

Themenlinks: Aphasie _ Dysarthrie _ Sprechapraxie

Quelle: DIE ZEIT



Symptome – Kognition – Emotion – Sozialverhalten

Praxis _ Ambulante Intensivtherapie Stottern

März 2016

Graphik Stottertherapie, Puzzel, Puzzelteile, Symptome, Kognition, Emotion, Sozialverhalten

Als Ergänzung zu unserem Therapieangebot für stotternde Menschen bieten wir die Ambulante Intensivtherapie Stottern für einen stressfreien Sprechalltag an. Vor dem Hintergrund aktueller Evaluationsstudien haben wir ein integratives Therapiekonzept entwickelt, das sowohl sprachtherapeutische, psychomotorische und psychologische Anteile beinhaltet. Die Therapie baut auf den vier Modulen Symptome, Emotion, Kognition und Sozialverhalten auf.

Durch die erweiterte Betrachtungsweise werden Synergieeffekte genutzt und somit die Wirksamkeit der Therapie nachhaltig gestärkt. Im Focus steht immer der Transfer in alltagsrelevante Sprechsituationen. Unser Therapieangebot findet in enger Kooperation mit der Bonner Stottertherapie statt.

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Themenlink: Stottern



Jim und seine «elektrischen Ohren»

Medien _ Neugier genügt – das Feature (WDR 5)

9. März 2016

«Von 1000 Neugeborenen in Deutschland sind drei Kinder gehörlos. Um sich verständigen zu können, lernten sie bisher die Gebärdensprache. Es gibt allerdings Implantate, die den beschädigten Teil des Innenohrs ersetzen.

Gehörlosenverbände haben Großartiges geleistet. Sie verschafften den Betroffenen einen Zugang zu Bildung, Beruf und Partnerschaft. Es hat sich eine Gehörlosen-Kultur entwickelt. Seit den 1960er Jahren forschen Wissenschaftler nun an einer sogenannten Cochlea-Prothese, einem Implantat der Hörschnecke. Durchgesetzt hat sich heute das CI. Dieses Cochlea-Implantat ist mit einem Computer vergleichbar. Ein Teil befindet sich im Innenohr, im Schädelknochen, ein anderer ist außen sichtbar: ein Prozessor und eine Kapsel mit den Batterien. Beide sind mit Magneten verbunden, sodass der äußere Teil, zum Beispiel nachts, abgenommen werden kann.

Monika Mengel hat Jim besucht. Er wohnt oberhalb von Starnberg, ist fünf Jahre alt und von Geburt an gehörlos. Mit fünf Monaten wurden ihm zwei CI implantiert. Eins im rechten Ohr, eins im linken – Jim nennt sie seine «elektrischen Ohren».»

Neugier genügt – Das Feature (WDR Podcast)

Themenlinks: Sprachentwicklung bei Kindern _ Sprachentwicklungsstörungen (SES) _ Sprachstörungen bei Behinderung

Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR)



«Was Sprachtherapie kann»: Behandlung von sprechmotorischen Störungen

Europäischer Tag der Sprachtherapie

6. März 2016

Europäischer Tag der Sprachtherapie 2016, Poster Deutscher Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten (dbs) e.V.

«Mit Cowboy-Hut, verschränkten Armen und einem amüsierten Lächeln blickt Prof. Seemann, Biologe und Firmengründer, in die Kamera. Er ist einer der Patienten, dessen Geschichte in der neuen Fotoausstellung des dbs erzählt wird. «Was Sprachtherapie kann» zeigt mit ausdrucksstarken Portraits und informativen Texttafeln, wie wirksam moderne Therapien sind und wie sehr sie die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Denn Prof. Seemann ist seit 10 Jahren an Parkinson erkrankt. Eine Folge der Erkrankung ist eine kraftlose, leise und monotone Sprechweise, die das Gesagte häufig unverständlich macht. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer Dysarthrie. Dysarthrien gehören genauso wie Sprechapraxien zu den sog. sprechmotorischen Störungen (Sprechstörungen), bei denen die Atmung, die Stimmgebung und die Artikulation beeinträchtigt sein können. Höhere sprachliche Leistungen (z.B. Satzbau, Wortfindung, Lesen und Schreiben) sind anders als bei einer Sprachstörung (Aphasie) aber nicht betroffen.

In einer speziell auf ihn abgestimmten, intensiven sprachtherapeutischen Behandlung hat Prof. Seemann gelernt, wieder laut und deutlich zu sprechen. Sowohl seine Freunde als auch die behandelnde Ärztin waren vom Therapieerfolg tief beeindruckt.

Am Europäischen Tag der Sprachtherapie am 6. März machen daher Sprachtherapeuten in ganz Europa auf ihr umfangreiches Fachwissen und ihre verschiedenen Spezialisierungen aufmerksam. In diesem Jahr hat der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände (cplol) die sprechmotorischen Störungen in den Mittelpunkt gestellt. Denn nicht nur das Beispiel von Prof. Seemann zeigt, wie sehr eine qualifizierte sprachtherapeutische Behandlung die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Personen sichert. Prof. Seemann hat übrigens ein ganz persönliches Fazit gefunden: «Never give up!»»

Pressemitteilung des dbs zum Europäischen Tag der Sprachtherapie 2016 (PDF)

Haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Themenlinks: Aphasie _ Dysarthrie _ Dysphagie _ Sprechapraxie

Quelle: Deutscher Bundesverband der akad. Sprachtherapeuten (dbs) e.V.